Counter Strike in der Bundeswehr?
Was in den Schulen nicht gemacht werden soll (Amokläufe), ist für die Zukunftsarmee genau ’sinnvoll’, darum sitzt in der ARGE gleich die Bundeswehr, um die Schulabgänger zu rekrutieren.
Aus Europäische Sicherheit 6/2006 – ein Thema aktueller denn je
Von Sascha Lange – Dipl-Biologe – Mitarbeiter beim außenpolitischen Think-Tank Wissenschaft und Politik, Berlin (beratend für die
Bundesregierung tätig)
Ausschnitt aus „Falludscha und die Transformation der Streitkräfte“
(MOUT – Military Operations in Urban Terrain)
„Das System »Infanterist der Zukunft« (IDZ) verbessert die taktischen Fähigkeiten der abgesessen kämpfenden Soldaten bereits enorm. Aber auch dieses Musterbeispiel für militärische Transformation muss zielorientiert nachgesteuert werden, um bei MOUT optimal wirken zu können. (…)
Sowohl bei der Modellbildung und Simulation (M&S) als auch bei der Ausbildung und Übung von MOUT empfiehlt sich die deutlich stärkere Nutzung, zusätzlich zu den bereits eingeführten Systemen die deutlich breitere Nutzung militarisierter Versionen (z.B. Counter Strike) voran zu treiben. Auch diese können dazu beitragen, ein verbessertes Grundverständnis vom Kampf der Gruppen im komplexen städtischen Gelände zu erlernen. Generelle Auffassungsgabe und Reaktionsschnelligkeit werden ebenfalls verbessert. In den US- Streitkräften wird dieser unkonventionelle Einsatz von kommerziellen Computersimulationen gerade
auch auf der Ebene der Kampftruppe seit Jahren gefördert. …”

Ich persönlich habe keine Erkenntnisse darüber, in wie weit ein Ego-Shooter wie Counter Strike im Ausbildungsalltag der Bundeswehr Verwendung findet.
Klar ist die Nutzung des Ausbildungsgerätes Schießsimulator Handwaffen / Panzerabwehrhandwaffen (AGSHP) und das mehrparteienfähige Simulationssystem (SIRA).
Nachgewiesen ist auch, dass aufgrund Kostensenkungsauflagen einige Truppenübungsplatzaufenthalte gestrichen, dafür einzelne Ausbildungsabschnitte in Gebäude verlegt werden und Computersimulationen Teile der ursprünglichen Außendienstaufgaben ersetzen.
Das Soldaten in den dienstfreien Zeiten auf eigenen PC und/oder Konsolen in ihren Unterkünften gewaltimplizierte Kampfspiele zum großen Teil sogar in Netzwerken verbundener Computer betreiben, stellt insofern keine Neuigkeit dar. Als beliebte Software neben Counter Strike werden Unreal Tournament, Medal of Honor, Ghost Recon, Far Cry II, GTA, Call of Duty, Resident Evil V, Kane and Lunch usw. bevorzugt betrieben. Die Liste ist lang und für die Hersteller gibt es einen mehr als großen Markt. Es ist davon auszugehen, dass die Konsumentenzahl derartiger Software in der Bundeswehr wohl nur leicht über dem gesamtgesellschaftlichen Schnitt anzusiedeln ist, was u.a. auch mit der Natur moderner Freizeitgestaltung in Kasernen in Verbindung gesetzt werden kann.