Afghanistan: Hilfsorganisationen kritisieren Militäreinsatz
Bonn, 24. November 2009 – Hilfsorganisationen haben die neue Bundesregierung zu einem grundlegenden Strategiewechsel in Afghanistan aufgefordert. Statt mehr Soldaten in den Krisenstaat am Hindukusch zu schicken, sollte der zivile Wiederaufbau vorangetrieben werden. Zudem müssten Frauenrechte und die Pressefreiheit endlich durchgesetzt und die demokratische Teilhabe der Bevölkerung verbessert werden, so der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).
„Trotz des internationalen Militäreinsatzes hat sich die Situation der afghanischen Bevölkerung dramatisch verschlechtert. Sie leiden unter Armut und Hunger und der prekären Sicherheitslage“, sagt Jürgen Lieser, stellvertretender VENRO-Vorstandsvorsitzende. Gerade bei jungen Afghanen wachse der Zorn gegenüber den ausländischen Besatzern. Immer mehr würden sich bewaffneten Widerstandstruppen anschließen. „Vom Ziel, ein stabiles Afghanistan zu schaffen, sind wir weit entfernt.“
Lieser stellte anlässlich der Afghanistan-Konferenz „Mission Impossible am Hindukusch?“ in Berlin ein neues VENRO-Forderungspapier vor. In dem Papier verlangen in Afghanistan tätige deutsche Hilfsorganisationen einen grundlegenden Kurswechsel der Afghanistan-Politik. Bitte Weiterlesen in der Original-Quelle: www.venro.org
