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	<title>Kommentare zu: Zivilisten bei Großoffensive in Südafghanistan getötet</title>
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		<title>Von: Toni</title>
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		<dc:creator>Toni</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 15:04:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Armut und Elend töten mehr Menschen in Afghanistan, als der bewaffnete Konflikt selbst.&lt;/strong&gt; Diese Meinung äußerte die Vertreterin des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in Afghanistan, Norah Niland, am Dienstag in Kabul auf einer Pressekonferenz.

Sie stellte den Bericht des UN-Hochkommissariates für Menschenrechte (OHCHR) über die Situation um die Menschenrechte und die Verarmung der Bevölkerung in Afghanistan vor. Das Dokument war im Ergebnis einer Untersuchung der Lage in 14 der insgesamt 34 afghanischen Provinzen verfasst worden.

„Afghanistan liegt an weltweit zweiter Stelle bei der &lt;strong&gt;Müttersterblichkeit&lt;/strong&gt;. Im Land sterben jährlich 25 000 Frauen an Geburtskomplikationen. Nur 23 Prozent der Afghanen haben reines &lt;strong&gt;Trinkwasser &lt;/strong&gt;zur Verfügung, und nur 24 Prozent der Afghanen ab 15 Jahren können &lt;strong&gt;lesen und schreiben&lt;/strong&gt;“, sagte Niland. Ihr zufolge liegen die Raten der Lese- und Schreibfähigen unter den Frauen und unter den Nomaden noch niedriger.

Nach OHCHR-Angaben müssen 30 Prozent der &lt;strong&gt;Schüler arbeiten&lt;/strong&gt; und sind oft &lt;strong&gt;alleinige Ernährer der Familie&lt;/strong&gt;.

Laut der OHCHR-Vertreterin können zwei Drittel der afghanischen Bevölkerung nicht ihre unveräußerlichen Grundrechte, solche wie die Rechte auf Zugang zur Bildung und zur medizinischen Betreuung, wahrnehmen.

Laut Niland wurzelt die afghanische Armut nicht nur in der zerrütteten Wirtschaft, sondern auch in Korruption, Ressortwirtschaft und in dem Bestreben, kurzzeitige Sofortergebnisse zu erreichen.

Der Bericht beinhaltet den Appell an die afghanischen Behörden und die Geberländer, die Entwicklungspolitik zur Ausrottung der Armut zu intensivieren sowie solche Strategien und Verfahren einzuführen, die den Grundrechten des Menschen gerecht werden.

Laut dem Dokument dürfen die Sicherheitsbemühungen die Armutsbekämpfung nicht in den Hintergrund drängen. Die proportionale Ressourcenverteilung sollte nicht von der militärischen Situation, sondern von dem Bestreben diktiert werden, die Rechte der ärmsten und sozial schwächsten Mitglieder der afghanischen Gesellschaft - Frauen, Nomaden und Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten - zu wahren, sagte die OHCHR-Vertreterin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Armut und Elend töten mehr Menschen in Afghanistan, als der bewaffnete Konflikt selbst.</strong> Diese Meinung äußerte die Vertreterin des UN-Hochkommissars für Menschenrechte in Afghanistan, Norah Niland, am Dienstag in Kabul auf einer Pressekonferenz.</p>
<p>Sie stellte den Bericht des UN-Hochkommissariates für Menschenrechte (OHCHR) über die Situation um die Menschenrechte und die Verarmung der Bevölkerung in Afghanistan vor. Das Dokument war im Ergebnis einer Untersuchung der Lage in 14 der insgesamt 34 afghanischen Provinzen verfasst worden.</p>
<p>„Afghanistan liegt an weltweit zweiter Stelle bei der <strong>Müttersterblichkeit</strong>. Im Land sterben jährlich 25 000 Frauen an Geburtskomplikationen. Nur 23 Prozent der Afghanen haben reines <strong>Trinkwasser </strong>zur Verfügung, und nur 24 Prozent der Afghanen ab 15 Jahren können <strong>lesen und schreiben</strong>“, sagte Niland. Ihr zufolge liegen die Raten der Lese- und Schreibfähigen unter den Frauen und unter den Nomaden noch niedriger.</p>
<p>Nach OHCHR-Angaben müssen 30 Prozent der <strong>Schüler arbeiten</strong> und sind oft <strong>alleinige Ernährer der Familie</strong>.</p>
<p>Laut der OHCHR-Vertreterin können zwei Drittel der afghanischen Bevölkerung nicht ihre unveräußerlichen Grundrechte, solche wie die Rechte auf Zugang zur Bildung und zur medizinischen Betreuung, wahrnehmen.</p>
<p>Laut Niland wurzelt die afghanische Armut nicht nur in der zerrütteten Wirtschaft, sondern auch in Korruption, Ressortwirtschaft und in dem Bestreben, kurzzeitige Sofortergebnisse zu erreichen.</p>
<p>Der Bericht beinhaltet den Appell an die afghanischen Behörden und die Geberländer, die Entwicklungspolitik zur Ausrottung der Armut zu intensivieren sowie solche Strategien und Verfahren einzuführen, die den Grundrechten des Menschen gerecht werden.</p>
<p>Laut dem Dokument dürfen die Sicherheitsbemühungen die Armutsbekämpfung nicht in den Hintergrund drängen. Die proportionale Ressourcenverteilung sollte nicht von der militärischen Situation, sondern von dem Bestreben diktiert werden, die Rechte der ärmsten und sozial schwächsten Mitglieder der afghanischen Gesellschaft &#8211; Frauen, Nomaden und Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten &#8211; zu wahren, sagte die OHCHR-Vertreterin.</p>
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