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Zwei Bundeswehrsoldaten bei Anschlag in Afghanistan verwundet

Bei einem Anschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi im Norden Afghanistan sind zwei deutsche Soldaten verwundet worden, einer von ihnen schwer. Der Anschlag mit einem versteckten Sprengsatz habe sich am Vormittag (07.30 Uhr MESZ) etwa zehn Kilometer westlich der Stadt Kundus ereignet, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Bei dem Anschlag sei ein Bundeswehrfahrzeug beschädigt worden. Der schwer verwundete Soldat wurde im Rettungszentrum des Feldlagers von Kundus versorgt.

Ein Kommentar zu Zwei Bundeswehrsoldaten bei Anschlag in Afghanistan verwundet

  • Ingo P.

    Bei mehreren Anschlägen auf die Bundeswehr im Norden Afghanistans sind am Wochenende, 19.06.2010 fünf deutsche Soldaten verwundet worden. Wie das Einsatzführungskommando mitteilte, ereigneten sich die Sprengstoffanschläge am Samstag in der Nähe von Feyzabad und heute, 20.06.2010 in Kunduz.

    Am 20.06.2010 gegen 8.10 Uhr Ortszeit (5.40 Uhr MESZ) sei in der Nähe des Bundeswehr-Feldlagers in Kunduz ein Sprengsatz detoniert, als dort gerade deutsche Soldaten auf Patrouille gewesen seien, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Dadurch sei ein Fahrzeug der Bundeswehr beschädigt worden. Bei diesem Zwischenfall wurde niemand verletzt, aber bei der Bergung des Fahrzeugs etwa zwei Stunden später sei ein zweiter Sprengsatz explodiert und habe zwei deutsche Soldaten verwundet.

    Am Samstag waren drei Bundeswehr-Soldaten etwa 60 Kilometer südlich von Feyzabad in der nordostafghanischen Provinz Badakhshan durch einen Sprengsatz verwundet worden. Wie das Einsatzführungskommando mitteilte, wurde einer der Verwundeten zur Behandlung in das Feldlazarett Mazar-e-Sharif geflogen, von dort aus sollte er zum Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz geflogen werden. Bei dem Anschlag wurde außerdem ein afghanischer Übersetzer verletzt, er wurde im Rettungszentrum in Feyzabad behandelt.

    Außerdem wurde am Samstag den Angaben zufolge eine deutsche Patrouille etwa 20 Kilometer westlich von Kunduz mit Handwaffen und Panzerfäusten beschossen. Die Patrouille konnte jedoch unbeschadet ausweichen. Derzeit sind im Rahmen der NATO-Truppe ISAF rund 4300 deutsche Soldaten am Hindukusch im Einsatz. Am Freitag, 18.06.2010 starben bei Angriffen im Osten und Süden Afghanistans fünf NATO-Soldaten. Dazu zählten nach Angaben der Regierungen in Paris und London ein Franzose und ein Brite.

    Bei Angriffen in verschiedenen Landesteilen wurden erneut Zivilisten getötet. Laut der Gesundheitsbehörde der östlichen Provinz Khost wurden am Samstag nach einem NATO-Luftangriff im Provinzkrankenhaus die Leichen von fünf Zivilisten eingeliefert, darunter zwei Mädchen im Alter von sieben und acht Jahren. Der Polizeichef von Khost erklärte, bei dem Bombardement gegen Rebellen-Stellungen im Bezirk Mussa Chel seien außerdem 38 Aufständische getötet worden. Bei drei separaten Anschlägen in den Provinzen Nangarhar und Helmand wurden heute, 20.06.2010 nach Angaben des afghanischen Innenministeriums fünf Zivilisten getötet, darunter drei Kinder.

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