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	<title>Kommentare zu: Geheimdokumente zeichnen düsteres Bild vom Afghanistan-Krieg</title>
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		<title>Von: Melanie Löber</title>
		<link>http://www.blueflower.name/ds-blog/2010/07/26/geheimdokumente-zeichnen-dusteres-bild-vom-afghanistan-krieg/comment-page-1#comment-688</link>
		<dc:creator>Melanie Löber</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 09:34:21 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;b&gt;Jagd auf Taliban - Bundeswehr in gezielte Tötung verstrickt&lt;/b&gt;

13 Namen für die Todesliste: Deutschland ist offenbar tiefer in Liquidierungen von Islamisten durch US-Spezialeinheiten in Afghanistan involviert als bislang bekannt.

US-Elitesoldaten haben nach einem Medienbericht mindestens einen Taliban-Kommandeur in Afghanistan mit Hilfe deutscher Informationen gezielt getötet. Die Bundeswehr habe &lt;b&gt;Qari Bashir 2009&lt;/b&gt; zur Gefangennahme auf die NATO-Fahndungsliste gesetzt, berichtet der Spiegel. Der Mann sei dann im November 2009 bei einer mehrtägigen Operation nordwestlich von Kunduz von US-Spezialkräften getötet worden. Bashir habe rund 50 Kämpfer unter seinem Befehl gehabt.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Äußerungen der Bundesregierung vom vergangenen Mittwoch in Berlin.

Da hatte ein Sprecher von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eingeräumt, dass deutsche Soldaten an der Erstellung von NATO-Fahndungslisten beteiligt sind, die in ISAF-Operationen - möglicherweise mit gezielten Tötungsabsichten - münden können. Deutschland selbst schreibe die Personen nur zur Gefangennahme aus.

Laut Spiegel haben die Deutschen mindestens 13 Personen auf die Liste setzen lassen. Davon seien zwei wegen fehlender neuer Hinweise wieder gestrichen worden - zwei weitere seien festgenommen worden. &quot;Insgesamt stehen aktuell noch sieben von Deutschland nominierte Taliban auf der NATO-Liste&quot;, berichtet das Magazin.

Darunter sei auch &lt;b&gt;Abdul Rahman&lt;/b&gt;, der Anfang September nahe Kunduz die Entführung zweier Lastwagen angezettelt habe, die dann auf deutsche Anforderung hin bombardiert worden seien. Bei dem Luftschlag waren bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter viele Zivilisten.

Das Magazin bezog sich bei seiner Berichterstattung auf die überwiegend geheimen US-Dokumente, die kürzlich auf der Website Wikileaks im Internet veröffentlicht worden waren. Sie enthalten auch Informationen über die &lt;b&gt;US-Task Force 373&lt;/b&gt;, der (im Einzelfall?) die gezielte Tötung von Taliban erlaubt sein soll.

&lt;b&gt;Die Task Force ist im deutschen Lager in Mazar-e-Sharif und damit im deutschen Zuständigkeitsgebiet des internationalen ISAF-Einsatzes stationiert.&lt;/b&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>Jagd auf Taliban &#8211; Bundeswehr in gezielte Tötung verstrickt</b></p>
<p>13 Namen für die Todesliste: Deutschland ist offenbar tiefer in Liquidierungen von Islamisten durch US-Spezialeinheiten in Afghanistan involviert als bislang bekannt.</p>
<p>US-Elitesoldaten haben nach einem Medienbericht mindestens einen Taliban-Kommandeur in Afghanistan mit Hilfe deutscher Informationen gezielt getötet. Die Bundeswehr habe <b>Qari Bashir 2009</b> zur Gefangennahme auf die NATO-Fahndungsliste gesetzt, berichtet der Spiegel. Der Mann sei dann im November 2009 bei einer mehrtägigen Operation nordwestlich von Kunduz von US-Spezialkräften getötet worden. Bashir habe rund 50 Kämpfer unter seinem Befehl gehabt.</p>
<p>Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den Bericht nicht kommentieren und verwies auf die Äußerungen der Bundesregierung vom vergangenen Mittwoch in Berlin.</p>
<p>Da hatte ein Sprecher von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eingeräumt, dass deutsche Soldaten an der Erstellung von NATO-Fahndungslisten beteiligt sind, die in ISAF-Operationen &#8211; möglicherweise mit gezielten Tötungsabsichten &#8211; münden können. Deutschland selbst schreibe die Personen nur zur Gefangennahme aus.</p>
<p>Laut Spiegel haben die Deutschen mindestens 13 Personen auf die Liste setzen lassen. Davon seien zwei wegen fehlender neuer Hinweise wieder gestrichen worden &#8211; zwei weitere seien festgenommen worden. &#8220;Insgesamt stehen aktuell noch sieben von Deutschland nominierte Taliban auf der NATO-Liste&#8221;, berichtet das Magazin.</p>
<p>Darunter sei auch <b>Abdul Rahman</b>, der Anfang September nahe Kunduz die Entführung zweier Lastwagen angezettelt habe, die dann auf deutsche Anforderung hin bombardiert worden seien. Bei dem Luftschlag waren bis zu 142 Menschen getötet oder verletzt worden, darunter viele Zivilisten.</p>
<p>Das Magazin bezog sich bei seiner Berichterstattung auf die überwiegend geheimen US-Dokumente, die kürzlich auf der Website Wikileaks im Internet veröffentlicht worden waren. Sie enthalten auch Informationen über die <b>US-Task Force 373</b>, der (im Einzelfall?) die gezielte Tötung von Taliban erlaubt sein soll.</p>
<p><b>Die Task Force ist im deutschen Lager in Mazar-e-Sharif und damit im deutschen Zuständigkeitsgebiet des internationalen ISAF-Einsatzes stationiert.</b></p>
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	<item>
		<title>Von: Otto Raabe</title>
		<link>http://www.blueflower.name/ds-blog/2010/07/26/geheimdokumente-zeichnen-dusteres-bild-vom-afghanistan-krieg/comment-page-1#comment-640</link>
		<dc:creator>Otto Raabe</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 22:32:56 +0000</pubDate>
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		<description>Was ein unnötiger Aufstand des Herrn Polenz! Von den 92000 Dokumenten sind doch bloß 75000 veröffentlicht worden. Nach Aussage des WikiLeaks-Gründers Julian Assange am 26.07.2010 sind die veröffentlichten Informationen älter als 7 Monate. D.h., laufende Operationen sind nicht abgebildet und damit ist auch kein Soldat mehr gefährdet als vor der Offenlegung. Die Aufständischen werden ebenfalls ohne diese neuen Erkenntnisse tun, was sie unternehmen wollten. Das Töten geht weiter! Aber ganz sicher nicht wegen Wikileaks.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was ein unnötiger Aufstand des Herrn Polenz! Von den 92000 Dokumenten sind doch bloß 75000 veröffentlicht worden. Nach Aussage des WikiLeaks-Gründers Julian Assange am 26.07.2010 sind die veröffentlichten Informationen älter als 7 Monate. D.h., laufende Operationen sind nicht abgebildet und damit ist auch kein Soldat mehr gefährdet als vor der Offenlegung. Die Aufständischen werden ebenfalls ohne diese neuen Erkenntnisse tun, was sie unternehmen wollten. Das Töten geht weiter! Aber ganz sicher nicht wegen Wikileaks.</p>
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	<item>
		<title>Von: Jens F.</title>
		<link>http://www.blueflower.name/ds-blog/2010/07/26/geheimdokumente-zeichnen-dusteres-bild-vom-afghanistan-krieg/comment-page-1#comment-639</link>
		<dc:creator>Jens F.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 22:19:32 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;b&gt;Nach der Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten zum Einsatz in Afghanistan fordert der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele Aufklärung über die genaue Tätigkeit der Bundeswehr am Hindukusch. Er selbst erhoffe sich nun, die Wahrheit über das zu lesen, &quot;was die Bundeswehr konkret in Afghanistan treibt&quot;, sagte Ströbele der &quot;Neuen Presse&quot;. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sieht in den Dokumenten unterdessen eine Gefahr für die Bundeswehr.&lt;/b&gt; 

Er bemühe sich schon seit einem halben Jahr vergeblich zu erfahren, &quot;was an geheimen Kommandoaktionen durch die Bundeswehr unterstützt wird&quot;, sagte Ströbele. Dabei gehe es vor allem um die Operationstruppe &quot;TF 47&quot; der Bundeswehr. Dies sei eine geheim arbeitende Eliteeinheit, die sich aus den verschiedenen Waffengattungen zusammensetze und eine nachrichtendienstliche Komponente habe.

Die auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Website Wikileaks hatte am Montag zehntausende Dokumente zum Afghanistan-Einsatz aus den Jahren 2004 bis 2010 veröffentlicht. Nach Angaben des Magazins &quot;Spiegel&quot; zeigen die Unterlagen, dass die Lage in Afghanistan immer bedrohlicher wird, und belegen gezielte Tötungen von Rebellen durch eine US-Spezialeinheit.

Die Veröffentlichung der US-Dokumente im Internet sei richtig, sagte Ströbele. Es werde rund um den Afghanistaneinsatz &quot;viel zu viel nicht nur geheim gehalten, sondern auch gelogen&quot;. Ströbele glaubt, dass die Dokumente auch Kriegsverbrechen belegen könnten. &quot;Täglich werden Zivilisten, mögliche Taliban-Verdächtige, aber auch US- und andere Soldaten der Allianz von Nato-Truppen getötet&quot;, sagte er der &quot;Neuen Presse&quot;. Das dringe jedoch nur selten an die Öffentlichkeit. &quot;Um die Parlamente zur richtigen Politik zu drängen, müssen die Fakten aber ans Licht.&quot;

Ganz anderer Meinung ist der CDU-Politiker Polenz. Er nannte die Veröffentlichung geheimder Dokumente &quot;sicherheitspolitisch problematisch&quot;. Die Taliban könnten womöglich aus den nun veröffentlichten Beschreibungen zurückliegender Operationen &quot;auf das künftige Vorgehen der Alliierten schließen und sich darauf einstellen&quot;, sagte er dem &quot;Tagesspiegel&quot;. Es handele sich um einen &quot;Skandal&quot; mit möglicherweise weitreichenden Auswirkungen, sagte Polenz weiter. &quot;So etwas darf nicht passieren.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><b>Nach der Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten zum Einsatz in Afghanistan fordert der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele Aufklärung über die genaue Tätigkeit der Bundeswehr am Hindukusch. Er selbst erhoffe sich nun, die Wahrheit über das zu lesen, &#8220;was die Bundeswehr konkret in Afghanistan treibt&#8221;, sagte Ströbele der &#8220;Neuen Presse&#8221;. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sieht in den Dokumenten unterdessen eine Gefahr für die Bundeswehr.</b> </p>
<p>Er bemühe sich schon seit einem halben Jahr vergeblich zu erfahren, &#8220;was an geheimen Kommandoaktionen durch die Bundeswehr unterstützt wird&#8221;, sagte Ströbele. Dabei gehe es vor allem um die Operationstruppe &#8220;TF 47&#8243; der Bundeswehr. Dies sei eine geheim arbeitende Eliteeinheit, die sich aus den verschiedenen Waffengattungen zusammensetze und eine nachrichtendienstliche Komponente habe.</p>
<p>Die auf Enthüllungsgeschichten spezialisierte Website Wikileaks hatte am Montag zehntausende Dokumente zum Afghanistan-Einsatz aus den Jahren 2004 bis 2010 veröffentlicht. Nach Angaben des Magazins &#8220;Spiegel&#8221; zeigen die Unterlagen, dass die Lage in Afghanistan immer bedrohlicher wird, und belegen gezielte Tötungen von Rebellen durch eine US-Spezialeinheit.</p>
<p>Die Veröffentlichung der US-Dokumente im Internet sei richtig, sagte Ströbele. Es werde rund um den Afghanistaneinsatz &#8220;viel zu viel nicht nur geheim gehalten, sondern auch gelogen&#8221;. Ströbele glaubt, dass die Dokumente auch Kriegsverbrechen belegen könnten. &#8220;Täglich werden Zivilisten, mögliche Taliban-Verdächtige, aber auch US- und andere Soldaten der Allianz von Nato-Truppen getötet&#8221;, sagte er der &#8220;Neuen Presse&#8221;. Das dringe jedoch nur selten an die Öffentlichkeit. &#8220;Um die Parlamente zur richtigen Politik zu drängen, müssen die Fakten aber ans Licht.&#8221;</p>
<p>Ganz anderer Meinung ist der CDU-Politiker Polenz. Er nannte die Veröffentlichung geheimder Dokumente &#8220;sicherheitspolitisch problematisch&#8221;. Die Taliban könnten womöglich aus den nun veröffentlichten Beschreibungen zurückliegender Operationen &#8220;auf das künftige Vorgehen der Alliierten schließen und sich darauf einstellen&#8221;, sagte er dem &#8220;Tagesspiegel&#8221;. Es handele sich um einen &#8220;Skandal&#8221; mit möglicherweise weitreichenden Auswirkungen, sagte Polenz weiter. &#8220;So etwas darf nicht passieren.&#8221;</p>
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