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	<title>Darmstädter Signal - Das kritische Forum für Staatsbürger in Uniform &#187; Afghanistan</title>
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	<description>... Das Portal für schnellen Informationsaustausch ...</description>
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		<title>Hintergründe Ablösung Kommandeur Kundus</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 17:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[80. AT Ak DS in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF - Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Ablösung]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Kommandeur Kunduz]]></category>
		<category><![CDATA[Oberst Meyer]]></category>
		<category><![CDATA[Vernehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzfassung der Abläufe um die Ablösung von Oberst Meyer
Im Juli des Jahres 2008 übernahm Oberst C. Meyer das Feldlager Kundus. Er kam mit einem 17-seitigen persönlichen Konzept an. Als ein Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt in Berlin davon erfuhr, sagte er zu einem seiner Kollegen: »Was hat der geschrieben? Ein Konzept für Afghanistan? Der muss verrückt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kurzfassung der Abläufe um die Ablösung von Oberst Meyer</strong></p>
<p>Im Juli des Jahres 2008 übernahm Oberst C. Meyer das Feldlager Kundus. Er kam mit einem 17-seitigen persönlichen Konzept an. Als ein Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt in Berlin davon erfuhr, sagte er zu einem seiner Kollegen: »Was hat der geschrieben? Ein Konzept für Afghanistan? Der muss verrückt sein. Niemand hier hat ein Konzept für Afghanistan.«</p>
<p>Meyer spielte das Spiel der lokalen Machthaber im Gegensatz zu anderen Kommandeuren vor und nach ihm nicht mit. Er passte sich nicht an, denn er wollte was erreichen, z.B. eine Lagerhalle für Zwiebeln und er weihte Schulen sowie Gesundheitszentren ein. Forderungen nach Geldzahlungen und Sachleistungen an die lokalen Machthaber zu deren privaten Verwendung wurden von ihm nicht erfüllt. Konnten sie auch nicht, denn er verfügte nur über ein Budget von 40.000 Dollar für 4 Monate. Er warf einen der lokalen Anführer, der im Übrigen eine ISAF-Zugangskarte für das Lager Kundus besitzt, aus dem Camp. Einige Offiziere versuchten Meyer davon zu überzeugen, Kompromisse zu machen, aber er blieb bei seiner Linie.</p>
<p>Dann wurde ein Feldarbeiter gefunden, der den Deutschen Informationen lieferte, hingerichtet mit 60 Schüssen. Irgendwann sprach sich herum: Auf Meyers Kopf sind 50.000 Dollar ausgesetzt.</p>
<p>Sieben Wochen nach Meyers Dienstantritt im Lager eskalierte die Lage:<br />
Ein afghanischer Polizist, den die Deutschen ausgebildet haben, wurde mit 30 Schüssen ermordet. Dem Bürgermeister eines nahegelegenen Dorfes wurde einer seiner Söhne mit aufgeschnittener Kehle tot vor die Tür gelegt. Meyer fand keine Antworten mehr in seinem Konzept. Bei seinen Vorgesetzten forderte er gepanzerte Fahrzeuge an. Er wollte seine Soldaten schützen vor dem Überfall der Wirklichkeit.</p>
<p>Da erfuhr Meyer, dass einer seiner Hauptfeldwebel von einer Bombe in Stücke gerissen worden ist. Er saß in einem schlecht gepanzerten Geländewagen, als er den Kundus-Fluss durchquerte. </p>
<p>Oberst Meyer hatte seinem Brigadegeneral Jürgen Weigt in Masar-i-Scharif vor genau dieser Gefahr zuvor gewarnt. Und er hatte gefordert, dass Weigt ihm endlich die besser geschützten Fahrzeuge nach Kundus bringen lasse, die längst genehmigt waren. <strong>Doch der General hielt diese Wagen für seine Besucher in Masar-i-Scharif zurück, für Politiker und Journalisten.</p>
<p>Nun liegt die Leiche eines Bundeswehrsoldaten im Kühlcontainer des Feldlagers, wohlmöglich weil ein General wichtiges Material anderweitig einsetzen ließ.</strong></p>
<p>Nur wenige Tage nach dem Tod des Soldaten im Geländewagen kündigte sich der Verteidigungsminister in Kundus an. Meyer wollte eine Ansprache halten. Aber als er morgens in sein Büro kam, stand da schon Brigadegeneral Weigt und sagte: »Ich löse Sie von Ihrem Dienstposten ab.«</p>
<p>Meyer bat den General, sich von seiner Truppe offiziell verabschieden zu dürfen. Doch General Weigt musste fürchten, dass ihm Meyer im Beisein des Ministers die Schuld am Tod eines Soldaten gibt. Weigt sagte deshalb, dass Meyer im Stabsbereich nichts mehr verloren habe, und befahl ihn auf seine Stube. Als Oberst Meyer kurz darauf noch einmal in sein Büro ging, um seine Dienstpistole für die Abgabe in der Waffenkammer zu holen, war der Waffenschrank schon ausgeräumt. Auch sein Gewehr war weg. Des Weiteren waren alle seine Daten auf dem Computer gelöscht, darunter auch sein warnender Brief an den General. </p>
<p>In den Tagen danach befragte dessen Stellvertreter die Soldaten nach Meyers Führungsverhalten, ein Aktenordner voller Zeugenprotokolle und dienstlicher Erklärungen. So etwas hat es in Kundus bis dato noch nie gegeben.</p>
<p>Oberst Meyer nahm sich einen Rechtsanwalt. Er schrieb an alle Soldaten, die über ihn ausgesagt haben. Er schrieb an seinen Ermittler. Er ruft sie immer wieder an. Selbst auf der Großen Kommandeurstagung wurde er geschnitten. <strong>Meyer will seine Biografie aus den Trümmern von Kundus retten.</strong> Er sagt, er fühle sich manchmal wie Oberst G. Klein, genauso allein gelassen. Die Bundeswehr hat Meyer in einer Abteilung für ausländische<br />
Katastrophenhilfe versteckt: Schneechaos, Brände – es ist die kleinste Abteilung der ganzen Heeresführung.</p>
<p>Herr Meyer, was haben Sie in Kundus erreicht? »Ein paar Schulen habe ich eingeweiht, das war’s.«<br />
Gibt es einen Kommandeur, der mehr erreicht hat? »Ich kenne keinen.«</p>
<p><strong>Die Bundeswehr nimmt zum Fall Meyer bis heute keine Stellung.</strong></p>
<p>Die ganze Geschichte &#8211; Quelle: <a href="http://www.zeit.de/2010/10/DOS-Kundus" target="_blank"> Zeit-Online</a></p>
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		<title>Katze aus dem Sack</title>
		<link>http://www.blueflower.name/ds-blog/2010/01/26/katze-aus-dem-sack</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 22:43:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[ISAF - Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>

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		<description><![CDATA[Fakten aus der Strategie 2010 Afghanistan, die in Teilen bereits im Juni 2009 in New York ausgearbeitet wurde:
Inhalte:

Bundeswehrkontingent soll von derzeit 4500 um 500 (fest) + 350 (flexible Einsatzreserve für konkrete, zeitlich befristete Aufgaben in Afghanistan zur Verfügung stehen, zum Beispiel für die Absicherung der im Herbst geplanten Parlamentswahlen) auf 5350 Dienstposten (Obergrenze) aufgestockt werden.

Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fakten aus der Strategie 2010 Afghanistan, die in Teilen bereits im Juni 2009 in New York ausgearbeitet wurde:</p>
<p><u><b>Inhalte:</b></u></p>
<ul>
<li>Bundeswehrkontingent soll von derzeit 4500 um 500 (fest) + 350 (flexible Einsatzreserve für konkrete, zeitlich befristete Aufgaben in Afghanistan zur Verfügung stehen, zum Beispiel für die Absicherung der im Herbst geplanten Parlamentswahlen) auf <strong>5350 Dienstposten (Obergrenze)</strong> aufgestockt werden.
</li>
<li>Die <strong>Reserve </strong>von 350 Mann soll nicht in das normale Kontingent integriert werden. Merkel versicherte, deren Einsätze sollten jeweils nur nach einer Befassung des Verteidigungsausschusses des Bundestages erfolgen. Auch werde die Regierung jeweils &#8220;klar sagen, wann Anfang und wann Ende ist&#8221;.
</li>
<li>Soldaten sollen aus zu identifizierenden Aufgabengebieten zur Ausbildung von afghanischer Armee abgestellt werden (Umschichtungen). <u>Ziel:</u> Von 5350 sollen demnächst <strong>1400 Soldaten als Ausbilder (Mentoren)</strong> in neu zu bildenden <strong>Ausbildungs- und Schutzbataillonen</strong> (Schutz der Bevölkerung) tätig werden. Die heutige schnelle Eingreiftruppe (QRF) wird darin aufgehen.
</li>
<li>Soldaten sollen in die Fläche gehen!
</li>
<li>Keine weiteren deutschen Kampftruppen mehr. An diese Stelle sollen <strong>2500 US-Soldaten</strong> treten, die im Raum Kunduz dem deutschen Kommandeur unterstellt werden sollen. Dafür werden neue Feldlager errichtet.
</li>
<li>Brigadegeneral Frank Leidenberger bestätigte darüber hinaus, dass künftig auch <strong>8 US-Kampfhubschrauber vom Typ &#8220;Apache&#8221;</strong> im Norden Afghanistans eingesetzt würden. Die Helikopter gehören zu den knapp 50 Hubschraubern, die im Mai 2010 dem Regionalkommando Nord unter deutscher Führung zugeteilt werden. Anders als bislang könnten diese Fluggeräte auch nachts eingesetzt werden, was die Handlungsmöglichkeit erweitere.
</li>
<li>Darüber hinaus will die Bundesregierung auch die Polizeiausbildung in Afghanistan verstärken. Die Zahl der Polizeiausbilder solle von derzeit rund 120 auf 200 aufgestockt werden, sagte Merkel. Dazu kommen noch 60 deutsche Polizeiausbilder im Rahmen der Europäischen Polizeimission EUPOL, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte.
</li>
<li><strong>50 Millionen Euro jährlich</strong> will die Regierung zu einem internationalen <strong>Reintegrationsfonds &#8220;Taliban&#8221;</strong> beisteuern. Ihnen soll eine wirtschaftliche und soziale Perspektive geboten werden, um die radikalislamischen Aufständischen nicht länger zu unterstützen.
</li>
<li>Die Mittel für die Aufbauhilfe in Afghanistan sollen ab 2010 von 220 Millionen Euro auf <strong>430 Millionen Euro pro Jahr</strong> erhöht und für den Rest der Legislaturperiode auf diesem Niveau bleiben. Mit dem Geld soll erreicht werden, dass künftig 75 Prozent der Menschen in Nordafghanistan Zugang zu Beschäftigung haben statt bisher 30 Prozent. Zudem sollen unter anderem neue Straßen gebaut werden. (Nebensatz: In Deutschland werden Arbeitssuchende sanktioniert.)
</li>
<li>Keine konkreten Abzugsdaten. <strong>Vor 2014 definitiv keine Truppenreduzierung!</strong> Die Bundesregierung kündigte zwar die Absicht an, schon 2010 erste Regionen an afghanische Sicherheitskräfte zu übergeben und 2011 erste Truppenreduzierungen einzuleiten, ein Gelingen muss ernsthaft bezweifelt werden. &#8220;Ein Abzug ohne das Erreichen unserer Ziele und obendrein ein deutscher Alleingang wäre keine Übergabe in Verantwortung, sondern eine Aufgabe in Verantwortungslosigkeit&#8221;, sagte Merkel der <em>Welt am Sonntag</em>.</li>
</ul>
<p>Es zeichnet sich ab, wovor durch Friedensbewegung und Darmstädter Signal bereits vor Monaten gewarnt worden ist. Bundesverteidigungsminister Guttenberg stellte am 26.01.2010 klar: &#8220;Es wird gefährlicher werden. Mit Verlusten wird zu rechnen sein.&#8221;</p>
<p><u><b>Termine:</b></u></p>
<ul>
<li>Regierungserklärung der Bundeskanzlerin am 27.01.2010
</li>
<li>Afghanistan-Konferenz in London ab 28.01.2010
</li>
<li>Maybritt Illner zum Thema am 28.01.2010 um 22:15
</li>
<li>Demo in München am 06.02.2010
</li>
<li>Regierungserklärung des Bundesaußenministers am 10.02.2010
</li>
<li>Demo in Berlin am 20.02.2010
</li>
<li>Abstimmung ISAF-Mandat im Bundestag am 26.02.2010
</li>
<li>Parlamentswahlen in Kabul im Herbst 2010 (ursprünglich Mai 2010)</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Afghanistankonferenz in London am 28.01.2010</title>
		<link>http://www.blueflower.name/ds-blog/2010/01/18/afghanistankonferenz-london-28-01-2010</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 19:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[ISAF - Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir empfehlen eine Lageeinschätzung von Oberstleutnant Heiducoff zu
Wie weiter in Afghanistan?
Wenig Hoffnung für einen gerechten Frieden
Der Autor war von 2006 bis 2008 militärpolitischer Berater des deutschen Botschafters in Afghanistan und vertritt im verlinkten Artikel seine persönliche Auffassung.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir empfehlen eine Lageeinschätzung von Oberstleutnant Heiducoff zu</p>
<p><strong><a href="http://aixpaix.de/afghanistan/heiducoff_afghanistankonferenz.html" target="_blank">Wie weiter in Afghanistan?<br />
Wenig Hoffnung für einen gerechten Frieden</a></strong></p>
<p>Der Autor war von 2006 bis 2008 militärpolitischer Berater des deutschen Botschafters in Afghanistan und vertritt im verlinkten Artikel seine persönliche Auffassung.</p>
]]></content:encoded>
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